Die Körperwirkstätte – wie aus Neugier ein Neustart wurde

„Mama – mach das jetzt. Ich brauche Dich nicht mehr so sehr wie früher.“ Diese Worte ihrer 17-jährigen Tochter und die Unterstützung Ihres Mannes waren für Barbara Raum das letzte Quäntchen Überzeugungskraft zum Neustart. Heute lebt sie ihre Leidenschaft für ganzheitliche Behandlung und ist stolze Inhaberin der Körperwirkstätte, ihrer eigenen Praxis für individuelle Regulationsmedizin.

Aber der Reihe nach. Alles fing klassisch medizinisch an. Sie lernt Masseurin, Physiotherapeutin, Manualtherapeutin. Dann folgen weitere Ausbildungen für Sportphysiotherapie, Osteopathie, Psych-K®, Heilpraktikerin uvm. Die Schulmedizin ist ein treuer und wichtiger Begleiter. Und immer sind ihre Hände das wichtigste „Wirkzeuge“, um Menschen zu untersuchen und zu behandeln.

Trotzdem schweift ihr Blick auch auf alternative Behandlungskonzepte. Als dann 2007 ein Kollege ein Leiden alternativ behandelt, packt es sie. „Eine andere Art der Behandlung am eigenen Körper zu erleben, hat mich neugierig gemacht.“ Sie beschäftigt sich danach intensiv mit alternativen Behandlungsverfahren.

Auch als in die Praxis Ihres Kollegen einsteigt, haben alternative Behandlungskonzepte einen festen Platz. Die Praxis läuft gut. Aber irgendetwas in ihr lässt sie nicht zur Ruhe kommen. 2011 startet sie dann ihre Ausbildung zum Heilpraktiker. Die Idee für eine Erweiterung der Praxis eint beide. Aber Barbara treibt das Konzept, legt ihr Herzblut hinein. Bei ihr ist das Bauchgefühl einfach stärker. Heilpraktiker sein und Menschen ganzheitlich behandeln – das treibt sie an.

Aber den Mut, eine eigene Praxis zu gründen, hat sie noch nicht. Barbara zweifelt, überlegt. Sie arbeitet halbtags und nimmt sich viel Zeit für ihre Familie und besonders für die Tochter. Soll sie das alles aufgeben für die eigene Praxis? Ihre Familie bestärkt sie, ihr Mann gibt ihr volle Rückendeckung. Dann kommt der Moment, bei dem es Klick macht. Ihre Tochter sagt: „Mama, mach das jetzt.“ Ab da gibt es kein Halten mehr.

Heute hat Sie ihre eigenen Räume direkt unten denen der Physiotherapie-Praxis, die der Kollege nun allein betreibt. Sie liebt, was sie tut. Und sagt: „Wenn ich es heute noch einmal entscheiden könnte – ich würde viel früher anfangen, meine Leidenschaft zu leben“.

Wenn ich es heute noch einmal entscheiden könnte - ich würde viel früher anfangen, meine… Klick um zu Tweeten

Der Aufbau der Praxis kostet Energie und noch ist sie auf der Suche nach weiteren Wunschkunden. Aber eins ist entscheidend: Barbara kann selbstbestimmt arbeiten, selbst bestimmen, wie die Praxis eingerichtet ist, wie sie mit Kunden umgeht. „Ich habe mich immer gern gekümmert und war schon in der Schule immer im Organisations-Team.“, sagt sie mit einem Lächeln. „Das kann ich heute voll ausleben.“

Fragt man ihre Kunden, was sie besonders macht, so hört man unisono: „Bei Barbara Raum bekommst Du deinen ganz eigenen Gesundheits-Plan. Die findet einen Weg für Dich“.

Am Ende unsere Gespräches frage ich Sie nach ihrer Vision. Sie überlegt kurz und sagt dann: „Ich möchte meine zwei Unternehmen parallel führen und bei beiden völlig leidenschaftlich und zufrieden sein: Die Praxis und das Unternehmen „Familie“. Das ist noch ein Stück des Weges. Aber ich werde das schaffen.“ Wenn man ihr dabei zuhört, besteht kein Zweifel daran. Ihre Überzeugung ist spürbar und gleichzeitig ihr Lebensmotto: „Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn jeder etwas mehr auf sich selbst und seine Intuition vertrauen würde.“

Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn jeder etwas mehr auf sich selbst und seine Intuition… Klick um zu Tweeten

Drei Fragen an Barbara Raum

Was war die wichtigste Lektion, die Du gelernt hast?

Fang an, auch wenn Du noch nicht ganz bereit dazu bist. Warte nicht zu lange auf den richtigen Moment. Es findet sich immer ein Weg. Du musst aber losgehen.

Was hat Dir auf Deinem Weg am meisten geholfen?

Wichtig waren für mich vor allem zwei Dinge:

  1. Das Coaching bei Marion Lang: Coaching und Hilfe von außen sind enorm wichtig – man ist in seiner Sicht gefangen. Der neutrale Blick öffnet neue Perspektiven, für die man vorher blind ist.
  2. Gute Freunde und Familie: Menschen zu haben, auf die ich mich verlassen kann und die mir die Wahrheit sagen – das hat mir sehr geholfen

Dein Fazit – würdest Du es genauso noch einmal machen?

Nein. Ich würde viel früher anfangen, meine Leidenschaft zu leben.

Kommentare